19.08.2013 00:00

Kultur-Initiative erhält eigene Heimstatt in Cursdorf

(Kati Zorn und Planer Mike Henkel begutachten die Baupläne für das neue Gebäude. Foto: Lutz Lindner) Im November wollen Kati Zorn und Hans Flaßhoff mit Unterstützern und Freunden in Cursdorf Einzug feiern. Bis dahin sind verschiedene Veranstaltungen geplant. So findet beispielsweise morgen Abend eine Buchlesung mit Oberweißbacher Autorin Elvira Grudzielski. Auch eine Bilder-Ausstellung wird eröffnet. Cursdorf. Die Cursdorfer Initiative "KultourVorOrt" startet mit Elan in das zweite Jahr ihres Bestehens. Wie Kati Zorn, die das Projekt im Vorjahr gemeinsam mit Ehemann Hans Flaßhoff erfolgreich ins Leben gerufen hatte, mitteilt, begannen mit dem Abriss eines Gebäudes an der Kreisstraße und den dazu erforderlichen Sicherungsmaßnahmen die Arbeiten zum Aufbau einer eigenen Heimstatt. In dieser sollen auch die Werkstatt der bekannten Porzellanbildhauerin sowie Wohnräume untergebracht werden. "Wir wollen gemeinsam mit Unterstützern und Freunden unseres Projekts mit den Bauarbeiten beginnen, sobald die Baugenehmigung vorliegt. Im November wollen wir dann gemeinsam Einzug feiern", umreißt Kati Zorn ihre Pläne. Doch auch bis dahin wollen sie und Flaßhoff weiterhin mit Veranstaltungen und Aktionen in den Räumen der Schaumanufaktur "Georg Heinrich Macheleid" das kulturelle Leben im Dorf bereichern. Das Programm für 2012 umfasst eine Reihe interessante Termine, die auch Nicht-Cursdorfer anlocken dürften. Acht Veranstaltungen beinhaltet der vorläufige Plan. Los geht es am morgen, um 19 Uhr, mit einer Lesung von Elvira Grudzielski aus Oberweißbach. Die Buchhändlerin, die auch als Autorin mehrerer Bücher über Kräuter und alles, was damit zusammenhängt, bekannt geworden ist, wird zudem eine Ausstellung mit eigenen Bildern aus ihrem Zyklus "Schwarze Bilder" eröffnen und zur Vernissage an diesem Tag auch erotische Texte aus der Weltliteratur vortragen, unter anderem von Brecht, Hesse und Kahlau. Neben dem Augen- und Ohrenschmaus gebe es auch kleine Gaumenfreuden, kündigen die Gastgeber für den Abend ab. Ein Höhepunkt dürfte wieder der schon etablierte Kultursommer werden, der für den 23. Juni geplant ist. Traditionell werden dann Profi- und Freizeitkünstler zusammentreffen, die nach Gusto malen, gestalten, formen und natürlich auch miteinander reden und feiern werden. Als besonderen Leckerbissen wollen einige Teilnehmer selbst hergestellte Keramik in einem Niedrigbrandverfahren, auch Rauchbrand genannt, zu kleinen Kunstwerken veredeln. Auch eine einheimische Band, die Mike Henkel aus Cursdorf gründete, möchte im Herbst ihre Visitenkarte dann schon in den neuen Räumen abgeben. Die jungen Musiker haben sich dem Rock, Punk und Jazz verschrieben. Drummer Henkel, der Innenarchitektur studiert und auch die Planung des Bauvorhabens nebenan übernommen hat, kann sich überdies gut vorstellen, ein zusätzliches Konzert im noch nicht fertig gestellten Rohbau zu veranstalten. Derzeit wird an den Details des Plans fleißig gearbeitet. Wenn das Programm dann endgültig steht, wird ein Flyer über die genauen Termine und sowie die beteiligten Akteure unterrichten. Lutz Lindner / 26.04.12 / OTZ